Unter Wildnis verstehen wir gemeinhin die unberührte, also wilde Natur, meist Urwälder, Steppen, Wüsten und Buschland ohne jeglichen Einfluss des modernen Menschen. Nach dieser Definition lassen sich in Deutschland kaum noch Gebiete finden die als Wildnis bezeichnet werden können.
Wildnis kann aber auch in einer erweiterten Bedeutung die wilde, ursprüngliche Natur in uns selbst, sowie der wilden, ungezüchteten Pflanzen und Tiere um uns herum meinen. Wildnis bedeutet in diesem Sinne Ungezähmtheit, Natürlichkeit und Ursprünglichkeit. Sie ist der wahre Kern, der durch die gesellschaftlichen Zwänge und Regeln meist tief in uns verborgen liegt.

In beiden Fällen ist Wildnis jedoch ein stark von der Zivilisation geprägter Begriff der zum Ausdruck bringt wie, weit wir und von der äußeren und unserer inneren Natur entfernt haben.
Keine Kultur die im Einklang mit der Natur lebt, käme auf die Idee ihre eigene Heimat als "Wildnis" zu bezeichnen und niemand der verbunden ist mit seinem eigenen Inneren, mit seiner Intuition und seinen Gefühlen würde diesen inneren Kern der Persönlichkeit "wild" nennen. Wildnis löst bei uns zwar immer eine gewisse Faszination aus, (vor allem Kinder werden von wilden, ungeordneten Flächen magisch angezogen) erfüllt uns aber auch mit Angst und löst dadurch den Wunsch in uns aus, sie zu zähmen, bändigen und zu kontrollieren; einen Wunsch den wir uns mit einem Nachtdruck erfüllen der aus psychologischer Sicht als zwanghaft eingestuft werden kann.
Dieser Tendenz entgegengesetzt geht es in der Wildnispädagogik darum, all jenes geglättete und gebändigte wieder in seinen natürlichen Urzustand zu versetzen. Mit Hilfe der freien, wilden Natur im außen, wird auch die Natürlichkeit in uns selbst wiedergefunden so dass wir zu freien ungezähmten Menschen werden können, die im Einklang mit sich selbst und der Natur leben.
 

 
 
     
 
 
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