Durch unsere Zivilisation haben wir uns einen Schutzraum geschaffen, in dem wir es uns leisten können unaufmerksam zu sein und viele Dinge nicht wahrzunehmen. In der freien Natur bedeutet Unaufmerksamkeit hingegen eine akute Lebensgefahr. Doch auch in der Zivilisation hat unsere geringe Wahrnehmung negative Folgen für unsere Leben, die wir jedoch da sie subtiler sind, nicht mehr wahrnehmen. Krankheitssymptome, Zeichen für Veränderungen und die positive und negative Auswirkungen von Lebensmitteln auf unseren Körper sind nur einige Beispiele für deutliche Hinweise die wir aufgrund unserer geringen Aufmerksamkeit übersehen. Das führt letztlich zu einer Vielzahl an Krankheiten und zu einem immer geringeren Bezug zu uns selbst.

Deutlich wird die Veränderung unserer Wahrnehmung, wenn man vergleicht wie das gleiche Phänomen von einem modernen Wissenschaftler und von einem Medizinmann eines Naturvolkes beobachtet wird. Während der Erste versucht, es einzukategorisieren, mit seinem Verstand zu begreifen und mit seinen Gedankenthesen abzugleichen, sieht der Schamane hingegen mit seinem Herzen den wahren Charakter, erkennt darin Aussagen über die Umgebung und stellt ihn in einen Zusammenhang mit Träumen, Visionen etc. Er erfasst ihn mit all seinen Sinnen, seinem Kopf und seinem Herz. Das genaue Beobachten der Natur und die lebenslange Übung im Spuren- und Fährtenlesen, schulte die Wahrnehmung der Ureinwohner auf ein Niveau, das bei den Zivilisationsmenschen ungläubiges Staunen auslöste und den Glauben an übersinnliche Kräfte weckte.

Die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung wieder zu stärken und zu fördern ist deshalb eine der Hauptaufgaben der Wildnispädagogik.
 

 
 
     
 
 
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