Wofür brauchen wir eine Wildnispädagogik, deren Ziel es ist uns wieder zu dem Stand zurück zu bringen auf dem die Menschen der Urvölker lebten? Sollte es nicht vielmehr die Aufgabe der Pädagogik sein die Kinder auf ein Leben in der zivilisierten Gesellschaft vorzubereiten anstatt auf ein Leben in der Wildnis, die doch inzwischen kaum noch existiert?

Vergleicht man die Zeitspanne in welcher der Mensch als ein Teil der Natur mit und in ihr gelebt hat mit jener, in der er begann sich von ihr abzukapseln und sein eigenes Umfeld zu erschaffen, stellt man fest, dass die ca. 6.000 Jahre der Zivilisation neben den etwa 20.000.000 Jahren davor verschwindend gering wirken. Dennoch glauben wir, dass wir all das Wissen und all die Fähigkeiten die unser Überleben für Millionen von Jahren gesichert haben nun nicht mehr brauchen. Wir haben uns scheinbar unabhängig gemacht von der Natur und ihren Gesetzen und glauben sie nun beherrschen zu können, anstatt uns nach ihr zu richten.

Was aber sind die Folgen dieser Unabhängigkeit?
Wir haben fast keinen Bezug mehr zu unserem ursprünglichen Lebensraum, stehen ihm gleichgültig, ja sogar mit Angst gegenüber.
Diese Angst kommt bereits in dem Wort "Wildnis" zum Ausdruck, beschreibt es die Natur doch als etwas unbändiges, feindliches das uns wild also unkontrollierbar und voller Gefahren gegenübersteht. Dies führt dazu, dass wir heute kaum noch in der Lage sind zurückzukehren - selbst dann, wenn wir es wollen, denn mit dem wenigen Wissen, das wir noch über die Natur haben sind wir außerhalb unserer Zivilisation kaum noch überlebensfähig. Gleichzeitig entfernen wir uns auch immer mehr von unserer eigenen Natur, haben keinen Bezug zu unserer Intuition, unseren Gefühlen und Bedürfnissen und unseren Instinkten. Die Folgen davon sind vielfältig und offensichtlich: Wir zerstören unseren eigenen Lebensraum, vergiften unser Essen mit Pestiziden und Hormonen, leiden unter einer Vielzahl ständig neuer psychischer und physischer Krankheiten, flüchten uns in Süchte und Ersatzbefriedigungen und haben nur selten eine wirkliche Lebensaufgabe.

Wer nur für eine geringe Zeit versucht wieder in der Natur zu leben und dort heimisch zu werden, sich von ihr ernährt und sich ihren Einflüssen öffnet, kann dabei eine erstaunliche Entdeckung machen: Alles was er in seinem alltäglichen Leben verdrängt kommt an die Oberfläche; von unterdrückten Gefühlen bis hin zu seelischen Störungen. Krankheiten, Leiden und Schmerzen verschwinden und Gewohnheiten verändern sich plötzlich. Und kaum ist man in der Zivilisation zurück, ist alles wieder beim Alten.

Dieses zeigt auf besondere Weise die ungeheure Kraft, die die Natur trotz unserer scheinbaren Unabhängigkeit noch immer auf uns hat. Wenn wir uns also als Individuum und als Gesellschaft wirklich weiterentwickeln wollen, müssen wir dieses uralte Wissen über die Natur wieder in unser Leben integrieren und wieder Einheimische auf unserem eigenen Planeten werden. Eben dies zu erreichen ist die Aufgabe der Wildnispädagogik.

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